Herz, warum trauerst du


Herz, warum trauerst du

um das, was vergeht?

Strahlt nicht der Morgen

so hell und verheißend?

Duftet der schwere Boden

nicht Sinne betörend

unter dem Pflug?

Hörest du nicht

hoch in den Lüften

der Lerche Jubelgesang?


Herz, warum trauerst du

um das, was vergeht?

Bleibt nicht die Freude

über diesen Morgen,

das Staunen über die Wunder

auch im Unscheinbaren,

auch im Alltäglichen,

und die Lust, zu singen

und zu schweben wie im Tanz?

Bleibt nicht der Trost des Abendrots

auch für deinen Kummer?

 

29.12.2014