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30.10.2016

Ein Nachmittag rund um Wilhelm Busch


Ach, was muss man oft von bösen / Kindern hören oder lesen!!

Wie zum Beispiel hier von diesen, / Welche Max und Moritz hießen;

                                              ***

Ach, das ist ein schlimmes Ding, / Wie es Max und Moritz ging.

Drum ist hier, was sie getrieben, / Abgemalt und aufgeschrieben…


so fängt die erste umfangreiche Bildergeschichte „Max und Moritz“ an, mit der Wilhelm Busch 1865 seinen Weltruhm als Vater der Comicgeschichten begründete.

Wir alle kennen diese Geschichte und manche andere aus Kindheit und Jugend und ebenso viele Zwei- oder Vierzeiler aus seinen Versen, die uns allen mehr oder weniger vertraut und ähnlich bekannt sind wie die diversen Faust- und Bibelzitate. Wilhelm Busch, vor 108 Jahren im niedersächsischen Mechtshausen bei Seesen im Harz verstorben, ist auch uns heutigen Menschen noch wohlvertraut – und auch immer noch beliebt. Dafür sprach auch die überraschend hohe Zahl interessierter Zuhörerinnen und Zuhörer, die gekommen waren, um „ihren“ Wilhelm Busch wieder einmal zu hören.

Harald Malz tat sein Bestes, diesen Wunsch zu erfüllen. Nach einer kurzen Schilderung von Buschs Lebensweg zeichnete er seinen interessiert lauschenden Hörern durch ganz unterschiedliche Beispiele das Schaffen Wilhelm Buschs als Dichter und Schriftsteller nach. Neben den allseits bekannten und beliebten Bildgeschichten schrieb Busch auch einige versponnene Prosa-Stücke wie „Der Schmetterling“ und „Eduards Traum“, auf die Malz seinen Zuhörern Appetit machte, selbst einmal darin weiter zu lesen.

Nach seinen meist begeistert aufgenommenen Bildgeschichten hatte Busch versucht, seinen Lesern auch eine andere Seite von sich zu zeigen, die ihm wichtiger und wertvoller schien. Er stellte Ihnen den Lyriker Busch vor, nicht den Humoristen und Zeichner, sondern den ernsthaften Dichter, der zu tiefen Gefühlen fähig war und diese auch öffentlich machen wollte, er, ein Eigenbrötler und zutiefst schüchterner Mensch. Aber diesen Busch wollte man damals nicht sehen und lesen, zu seiner tiefen Enttäuschung.

Malz gelang es, seine Zuhörerinnen und Zuhörern diese ganze Bandbreite von Buschs Schaffen zu zeigen und sie neugierig zu machen, selbst einmal wieder nachzulesen und alte Erinnerungen aufzufrischen. Herzlicher Applaus und manche begeisterte Äußerung dankten Harald Peter Malz für seinen launigen und gekonnten Vortrag, der das Werk in den Mittelpunkt stellte. Frau Gorbuschin, die Vorsitzende des Kunstkreises Laatzen, dankte Herrn Malz mit einem edlen Tropfen Wein und brachte außerdem ihre Hoffnung zum Ausdruck, auch im nächsten Jahr die Springer Literaten von WortArt wieder in ihren Räumen mit Literatur- oder Autorenlesungen begrüßen zu können.

[Text: Karlfried Rose; Fotos: Gabriele Rose]



27.10.2016 

2. Lesung in Altenhagen I:  HerbstLese(n)

Nach der begeisterten Aufnahme Ende April dieses Jahres freuten sich die Springer Literaten von WortArt auf die erneute Lesung jetzt Ende Oktober im Zeichen des Herbstes und der Ernte. Harald Malz und Karlfried Rose hatten zur Unterstützung die 3. Autorin der Gruppe, Inge Hübner aus Empelde, mitgebracht, und so wurde es eine wahrhaft herbstbunte Lesung ganz unterschiedlicher Stile und Stoffe, die sich auf geheimnisvolle Weise aber wieder zu einem Ganzen vervollständigten. Während Rose sich in seinen Gedichten und Geschichten, bezogen auf das Motto der Autorenlesung, an der Jahreszeit bzw. im übertragenen Sinne am Lebens-Herbst orientierte, hatten die beiden anderen Autoren die „Lese“, d.h. die Ernte, in den Mittelpunkt gestellt und brachten einige besonders gelungene Prosa-Stücke ihres eigenen Schaffens zu Gehör.

Der überaus herzliche Applaus und auch der mehrfach geäußerte Wunsch nach einer Wiederholung im nächsten Jahr sowie die anregenden Gespräche beim anschließenden Beisammensein in der Gaststube bei Fingerfood und Getränken bestärkten die Springer Literaten von WortArt in ihrem Eindruck, dass sie bei ihrem Publikum gut angekommen waren.

Wieder einmal bewahrheitete sich der schöne Spruch: „Wer heute nicht dabei war, hat wirklich einiges versäumt!“.

[Infopost 115+117/2016 bearb. v. G. Rose]

[Text: Karlfried Rose; Foto: Gabriele Rose]

15.10.2016

Die Heimat als Märchenbühne

Springer Literaten Karlfried Rose und Harald Malz mit eigenen Texten zu Gast

Fantasie im Gepäck: Die Springer Literaten Harald Malz (links) und Karlfried Rose mit Thomas Slappa von der Getour.Foto: Honig

BAD MÜNDER. Mucksmäuschenstill ist es im Foyer des Martin-Schmidt-Konzertsaals, als Harald Malz und Karlfried Rose vortragen. Die Springer Literaten von der Gruppe „Wortart“ waren in der Kur-stadt zu Gast. Zuhörer hatten die Malz und Rose aber leider nur wenige.
Die hingen dafür an den Lippen der Vortragenden, die Texte mitgebracht hatten, die zum Titel „Märchenhaftes“ passten. Vorgestellt wurden sie von Thomas Slappa von der Getour.
Malz entführte mit einem facettenreichen modernen Märchen, in dem sein uralter VW-Käfer, der gute Geist „Gin“ und Kinderhelfer „Glüm“ sowie drei freie Wünsche nebst phantastischen Ausflügen bis in einen Luftwaffenhangar in Wunstorf die Hauptrolle spielten. Erlösender Beifall am Ende dieser spannenden Phantasterei, die Malz mit glänzender Rhetorik und knappe Gestik vortrug. Nebenbei verriet Malz, dass ihn ein Traum zu dem Märchen inspiriert hatte. Typisch für Malz außerdem, dass seine Geschichte in der Region spielt.
Karlfried Rose begann seinen Part mit einem selbstverfassten Gedicht, bevor er das Märchen vom „Alten König“, ebenfalls mit ausgesuchter Erzählkunst, vortrug. Eine mystische Geschichte breitete er vor den Zuhörern aus: Der Protagonist Benjamin wird nachts von einer Stimme um Hilfe gerufen. Er folgt dem Ruf, und es stellt sich heraus, dass er einem Wolf aus einer Notlage geholfen hat. Dieser verspricht seinem Retter wiederum, ihm zeitlebens als unsichtbarer Helfer zur Seite zu stehen. Aus               Benjamin wird schlussendlich „Wolfhart“. Auch Rose erntete dankbaren Beifall für seine Lesung.
Im zweiten Teil löste Malz mit dem Schluss seines Automärchens durch Nennung des dritten noch fehlenden Wunsches die Spannung: es war die Herstellung des Weltfriedens. Es folgte noch die Satire „Goethe in Springe“, begleitet vom verstehenden Gelächter des Auditoriums sowie Roses nachdenklich stimmende Geschichte von Sönke, dem Fischerssohn, der nach einer Zeitreise zurück zu seinen Wurzeln findet.

[Text und Foto: Gerd Honig, Neue Deister-Zeitung 19.10.2016 Seite 14]

09.10.2016

Literaturlesung in der Stadtteilbibliothek Empelde

Am Sonntag, den 09. Oktober 2016, stellte Gabriele Rose den Lyriker, Essayisten, Kritiker und Kinderbuchautor Peter Härtling in ausgewählten Selbstzeugnissen und Werkbeispielen vor.  

Die Stadtteilbibliothek Empelde hat etliche Bücher von Peter Härtling, auch Kinderbücher, in ihrem Bestand, worauf sie durch eine kleine Ausstellung nahe dem Eingang aufmerksam machte.

In der Alten Kapelle in Empelde folgten die Anwesenden den Ausführungen, die von Frau Rose in ruhiger und gekonnt akzentuierender Art vorgetragen wurden, voller Interesse und Konzentration. Ergänzend zu den selbstbiografischen Textstellen Härtlings, aus denen Rose eine beeindruckende und lebendig-informative Schau des Lebens und Schaffens des Dichters erarbeitet hatte, las sie einige Auszüge aus seinen Romanen, darunter aus „Der Wanderer“, „Die dreifache Maria“ und „Schumanns Schatten“. Den Abschluss des Vortrages bildete das Gedicht „Der letzte Elefant“, welches Härtling nach einer Zeichnung des Malers und Grafikers Werner vom Scheidt geschrieben hatte.

Ein herzlicher Applaus am Ende sowie anschließende, lebhafte Gespräche mit ihren Zuhörerinnen und Zuhörern dankten der Referentin für ihren engagierten Vortrag, der unschwer erkennen ließ, welche Freude ihr selber das Erarbeiten dieses Themas bereitet hatte.

[Text und Fotos: Karlfried Rose]




15.09.2016

Autorenlesung in der Petrusgemeinde Barsinghausen

In der Reihe PETRUS MITEINANDER lasen Inge Hübner und Harald Peter Malz eigene Werke unter dem Motto: „Freche Stoffe, starke Stücke“. Nahezu vierzig zumeist ältere, hochinteressierte und aufmerksam lauschende Zuhörerinnen und Zuhörer reagierten prompt auf die unterhaltsamen, humorvollen und oft überraschenden Geschichten, die von den beiden Akteuren lebendig und einfühlsam vorgetragen wurden. Es war deutlich zu spüren, wie Zuhörer und Vorlesende sich gegenseitig anregten und motivierten. Das Spektrum der Geschichten reichte von einer „tierischen Wohngemeinschaft“ bis zum ewig gültigen und unerschöpflichen Thema Mann/Frau.

Wie die vier Mitglieder von Wortart – Springer Literaten & Co. im Laufe des Abends erfuhren, ist die Veranstaltung PETRUS MITEINANDER nur eine der vielfältigen Aktionen im lebendigen Gemeindeleben der Petrusgemeinde, die stets gut besucht werden und die auch nach einem gleichbleibenden Ritual ablaufen.

Zu Beginn, nach der Begrüßung der Anwesenden, einer kurzen Information über die nächsten Termine und dem Austeilen der Getränke und Bonbonteller wird für alle, die in der Zwischenzeit Geburtstag hatten, ein Gedicht vorgetragen. Nach der Hauptaktion, hier der Autorenlesung, folgt immer eine Abendandacht mit Segen und abschließend das gemeinsam gesungene Lied „Kein schöner Land in dieser Zeit…“.

Wenn man als Fremder hierher kommt, spürt man eine ruhige Freundlichkeit und Vertrautheit, die auch andere miteinschließt. Für uns überraschend und beeindruckend war, dass auch der Kirchenvorstandsvorsitzende regelmäßig an solchen Veranstaltungen teilnimmt. Alles in allem war dieser Abend für uns eine gute Erfahrung, die den Gedanken an ein Wiederkommen wie selbstverständlich aufkeimen ließ.  [Karlfried Rose]

[4 Fotos: Gabriele Rose]


Barsinghausen: Petrusgemeinde | "Freche Stoffe - Starke Stücke" zu diesem Thema   hatten die Literaten Inge Hübner und Harald Peter Malz von den WORTART - Springer Literaten  & Co selbst verfasste, kurzweilige Vorträge in ihrem Gepäck, die sie abwechselnd zu Gehör brachten.
Nach der Begrüßung durch das Petrus Miteinander Team und dem Gedicht für die Geburtstagskinder des Monats zogen die Literaten  die knapp 40 Zuhörer mit ihren facettenreichen Geschichten in ihren Bann. Den Anfang machte Harald Peter Malz mit  Geschichten  von der Schabrakentapierkuh Ilona und dem Koboldmaki Günter oder dem "Käfer im Baum"  und nahm die Anwesenden mit auf eine fantasievolle Reise. Detailreichen und humorvoll   wurde uns  unter dem Titel "Das Bonbonpapier" das Verhalten von Konzertbesucher beschrieben - und jedem von uns kamen  diese Situationen sehr bekannt vor.  Die  Geschichten über den Nasenhaarschneider und dem Viszeralfett waren aus dem Leben gegriffen und humorvoll und sarkastisch beleuchtet.

Inge Hübner faszinierte die Besucher mit ihren tiefgründigen und auch satirischen Geschichten über die Stärken und Schwächen der Menschen. Das Ende der spannenden Geschichten war nicht vorhersehbar und überraschend.
Die Anwesenden freuten sich über die Zugaben von Inge Hübner und belohnten beide Literaten immer wieder mit viel Applaus.
Viel zu schnell verging dieser interessante Abend und wir, das Petrus Miteinander Team, bedankten uns ganz herzlich bei den Autoren für diesen interessanten Abend den wir gern wiederholen möchten.

[Text und Fotos: Hildegard Schön, Petrusgemeinde, myHeimat; s.a. Calenberger Zeitung 24.09.2016 Seite 15]









07.09.2016

Martinus – Eine Kindheit und Jugend am Ausgang des Mittelalters

„Dialog unterm Turm“ in der Immanuel-Kirche Laatzen am 07.09.2016

Eigentlich hatte der Veranstalter mit weniger Interesse gerechnet, zumindest mit geringerer Zuhörerzahl an diesem wunderschönen Spätsommertag. Daher mussten noch etliche Tische gerückt sowie das Equipment neu justiert werden, als nach und nach so gegen 40 Gäste eintrafen, um Gabriele Roses Vortrag über Kindheit und Jugend Martin Luthers mitzuerleben.
Zwar gibt es über das spätere Leben des Reformators, der als Martin Luder in Eisenach geboren wurde, viele Zeugnisse, von ihm selbst und auch von Zeitgenossen, jedoch nur wenig über die frühen, ersten Jahre. Daher und auch um das spätere Wirken und die Bedeutung Luthers in seiner Zeit besser verstehen zu können, bezog Rose die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Veränderungen, Probleme und Konflikte des Spätmittelalters in Sachsen und im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation in ihre Darstellungen mit ein. Ohne die Kenntnis dieser Zusammenhänge kann man nur schlecht verstehen, warum das Wirken Luthers eine solche Brisanz entwickeln konnte.
Am schulischen Werdegang Luthers beleuchtete Rose nicht nur das Bildungssystem jener Zeit, sondern vor allem auch die unbarmherzige Strenge und Disziplin eines Schulsystems, in dem körperliche Züchtigung mit all ihren Auswüchsen ganz selbstverständlich dazu gehörte. Die unmenschlichen Erfahrungen hat Luther nie vergessen und später versucht, neben Strenge und Disziplin auch Verständnis und Liebe zu wesentlichen Bestandteilen der elterlichen und schulischen Erziehung zu machen.
Gabriele Rose räumte mit der immer noch weit verbreiteten Vorstellung auf, Martin Luther stamme aus einfachen familiären Verhältnissen. Sowohl die Familie seiner Mutter als auch die seines Vaters waren zu Wohlstand und gesellschaftlichem Ansehen gekommen und somit auch in der Lage, ihre Kinder Jura, Medizin oder Theologie studieren zu lassen. Martin folgte dem Wunsche seines Vaters und ergriff das Jurastudium, bis ihn das direkte Erleben eines Gewitters in den Grundfesten erschütterte: Er gelobte, wenn er dieses alles gesund überlebte, Mönch werden zu wollen. Dieses Versprechen setzte er umgehend in die Tat um und trat in den Orden der Augustiner-Eremiten ein – zum Leidwesen seiner Familie.
Der Vortrag, der am Beginn von weiteren Vorträgen zu Luther stand, wurde von den Anwesenden dankbar aufgenommen und mit reichlichem Applaus bedacht. Schon vor drei Jahren hatte Gabriele Rose in der Gemeinde einen musikalisch begleiteten Vortrag „Zu Hause bei Käte und Martin Luther“ gehalten.

[Text: Karfried Rose]

04.09.2016

Die Kotsammlerin – und die zweite Seite des Drohbriefs

Springer Literaten lesen aus selbst geschriebenen Werken vor

SPRINGE. Eine unheimliche Aufregung verspürte Heidi Dopheide vom Vereinsvorstand jetzt bei der Veranstaltungsreihe „Museum um 11“. Denn die Springer Literaten von Wortart hatten für ihre Lesung Geschichten mit Gänsehaut im Gepäck. Harald Malz und Karlfried Rose lasen einige ihrer selbst geschriebenen Kurzgeschichten vor – die eine oder andere sogar zum ersten Mal.
Eine von Malz‘ Geschichten handelte von seinem eigenen Ratsmandat und dem Springer Beschwerdeausschuss, in dem nicht beseitigte Kothaufen der Tiere immer wieder ein Problem sind. Malz‘ Hauptfigur war eine Studentin der Tiermedizin, die nach einem Zwischenfall während einer Operation ihr Studium aufgibt und stattdessen nun die Kothaufen einsammelt.  „Eigentlich sollte man ihr einen Verdienstorden verleihen“, schlug Malz vor.
Karlfried Rose las aus seinem Werk „Ein Traum“ vor. In diesem geht es um einen Mann, der einen Schlaganfall hat und von seiner Beisetzung träumt. In einer weiteren Geschichte drehte sich alles um einen Drohbrief. Der Verfasser will anonym bleiben und gibt zwei Seiten auf den Postweg. Wieder zuhause liegt jedoch die zweite Seite noch auf dem Tisch. Was hat er nur stattdessen verschickt?

[Text und Foto: Heinz Bähre, Neue Deister-Zeitung 06.09.2016 Seite 8]

Von links: Karlfried Rose, Harald Peter Malz, Heidi Dopheide

24.06.2016

"Freche Stoffe, starke Stücke"

 

An einem lauen Frühsommerabend waren Harald Peter Malz und Karlfried Rose von „WORTART – Springer Literaten & Co.“ zu Gast im Wohnprojekt Wennigsen „Graue Haare – buntes Leben e.V.“. Unter dem Motto "Freche Stoffe, starke Stücke" lasen sie eigene Texte, während die Zuhörer auch den Blick auf den Deister-Nordrand genießen konnten.

Malz begann und hatte die Lacher auf seiner Seite, als er zu seiner Geschichte „Ilona, Günter und ich“ die Protagonisten vorstellte mit Ilona als Schabrackentapirkuh und Günter als Koboldmaki, denn Kommentare aus dem Publikum meldeten sowohl Ilona als auch Günter als anwesend. Launig ging es auch mit den Erzählungen „Voluptas I + II“ sowie „Ludwig, Alfred und ich“ weiter. Hier hatte der Erzähler mit Ludwig van Beethoven und dem Pianisten Alfred Brendel interessante nächtliche Gäste in seinem Zuhause am Deisterrand. Um Musik, vielmehr um den Musikvortrag in öffentlichem Raum und das Verhältnis seiner Zuhörer untereinander, ging es in den Erzählungen „Das Bonbonpapier“, wer hat das noch nicht erlebt in einem Konzert,  und „Der Fauxpas“, mit denen Malz seinen Vortrag abschloss.

Rose hatte zwei Beiträge zu Schreibblockaden und Ähnlichem, den kurzen Text „Die Suche“ und am Schluss das Gedicht „Ein Mensch, der würde gerne dichten“, mitgebracht. Zwischen diesen beiden Texten stellte er Geschichten vor, die die Bandbreite seines Schaffens erahnen lassen: die Glosse „Der Arztbesuch“, das Märchen „Wünsche“, passend zu der Fußball-Europameisterschaft die Kurzgeschichte „Totenstille“ und schließlich die kleine Kriminalgeschichte „In der Falle“. 

Das Publikum genoss sichtlich die kurzweiligen Vorträge, und in Gesprächen während der Pause und nach dem Vortrag waren sich alle einig, diesen Vortrag in nicht allzu ferner Zukunft zu wiederholen.  

[Gabriele Rose]




29.05.2016

„Sonntags um 11“ im Springer Museum auf dem Burghof – Leben und lyrisches Werk von Joachim Ringelnatz

„Sonntags um 11“ heißt im Springer Museum immer 11 Uhr c.t. (cum tempore), d.h. man fängt immer eine viertel Stunde später an – nach Ende des sonntäglichen Gottesdienstes in der St. Andreas-Kirche.

Ein kleiner Kreis von Zuhörern hatte sich schließlich eingefunden, dem Vortrag von Gabriele Rose, Mitglied in „Wortart – Springer Literaten & Co.“, über Joachim Ringelnatz zu lauschen.

Steht man als Referent bzw. Referentin vor einem kleinen Kreis, ist die erste Reaktion vielleicht eine leichte Enttäuschung. Sieht man dann aber in die offenen Gesichter der gespannt Lauschenden, gewinnt die Dankbarkeit für dieses interessierte Publikum schnell die Oberhand.

Gabriele Rose hatte ihren eineinhalbstündigen Vortrag über Joachim Ringelnatz zwar auf die im Museum übliche Vortragszeit von 60 Minuten gekürzt, jedoch gelang es ihr, einen eindrucksvollen Einblick in das Leben des Dichters und vor allem in sein lyrisches Schaffen durch den vortrefflichen Vortrag zahlreicher Gedichte aus unterschiedlichen Lebensphasen zu geben.

Dankbarer Applaus am Ende des Vortrags und Fragen zu weiteren Aspekten des Schaffens von Joachim Ringelnatz legten Zeugnis ab vom lebhaften Interesse der Hörerinnen und Hörer und regten den Gedanken an, im nächsten Jahr in einem weiteren Vortrag den Fokus auf den Maler Ringelnatz zu richten, dessen Bilder von den Nazis in den Museen abgehängt wurden.

[Karlfried Rose]

20.05.2016

Brüderliche Bürokratie im seltsamen Haus

Karlfried Rose und Harald Peter Malz begeistern ihre Zuhörer mit ihren kuriosen Erzählungen


Foto: Friedhelm Lüdersen

BENNIGSEN. Bereits zum elften Male startete der Förderverein Rudolf von Bennigsen seine Veranstaltungsreihe „Literatur im Bahnhof“ und wählte als Ort wieder einmal die Rudolf-von-Bennigsen-Bibliothek im Bahnhofsgebäude als Veranstaltungsort. Karlfried Rose und Harald Peter Malz von der Literaturformation „Wortart“ erzählten dort ihre Geschichten, die allesamt aus eigener Feder stammen.
Über 20 Zuhörer waren gekommen und wollten wissen, was sich hinter den Texten verbirgt. Karlfried Rose begrüßte die Zuhörer und auch den Dackel namens Axel. 

„Ich bin nicht sicher, ob Axel die teils kuriosen Erzählungen vertragen wird“, gab Rose zu bedenken. „Als wir uns damals entschlossen haben, einen Vorschlag von Ute Parplies anzunehmen und Literatur auf offener Bühne zu präsentieren, ahnten wir nicht, dass das Interesse von Autoren und Publikum so lange vorhalten würde“, erklärte Rose.

Doch die Zuhörer erlebten einen literarischen Abend der Extraklasse. Schon die erste Lesung „Das seltsame Haus“ von Harald Peter Malz war hintergründig und zugleich humorvoll, denn die Geschichte rankte sich um Gespenster und wieder auferstandene Tote, die ins irdische Leben zurückgekehrt sind und Seltsames erlebten. Selbst die Polizei konnte in der Geschichte nichts ausrichten, denn Hausherr Konstantin Pretorius war eine zwar fragwürdige, aber schlaue Person.

Karlfried Rose las die eigene Geschichte „Die beiden Brüder“: Beide kommen aus gutem Hause. Der Ältere ist etwas langsam, der Jüngere zielstrebig und ehrgeizig. Der Streber ist der Liebling der Eltern (weil standesgemäß), der Ältere dagegen nicht. Es gab jedenfalls kein Happy-End. In seiner zweiten Erzählung „Kafkaesk“ nahm Rose die deutsche Bürokratie aufs Korn, wo einer es nicht rechtzeitig schafft, aus dem Schnellzug auszusteigen und deshalb mitfahren muss bis zur nächsten Station und beim Kauf einer Rückfahrkarte Schwierigkeiten bekommt. Eine Situation, die einige der Zuhörer schon selbst erlebt hatten, wie aus den Zurufen zu entnehmen war.

Zehn Geschichten stellten die Literaten vor und die Zuhörer lauschten aufmerksam und äußerst interessiert. Der starke und lang anhaltende Applaus am Ende der Lesung zeigte, dass es ein unterhaltsamer Literatur-Abend war. Bemerkenswert: dass es nicht wenige Zuhörer gab, die nach der Lesung das Gespräch mit den Autoren suchten.

VON FRIEDHELM LÜDERSEN
[Neue Deister-Zeitung 23.05.2016 Seite 8]

[Fotos: Gabriele Rose]


Premiere im Dorf-Kultur-Erbe

Zum ersten Mal waren Autoren von WORTART – Springer Literaten & Co. im Rahmen einer Lesung eigener Werke in den Räumlichkeiten der Dorf-Kultur-Erbe eG zu Gast.

Herr Baenisch hatte mit seinem Team eine kleine Verköstigung der Gäste mit Kanapees und Wein vorbereitet, sodass die Zuhörer gestärkt der Lesung folgen konnten.

Harald Peter Malz und Karlfried Rose lasen eigene Texte und stellten unterschiedliche Facetten ihres Könnens vor. Harald Peter Malz stellte zunächst die Gruppe WORTART – Springer Literaten & Co. vor.

Dann präsentierte er eine Probe seiner skurrilen „Heimat-Geschichten“. In „Käfer im Baum“ sucht der Autor nach seinem vor 30 Jahren in der Heide abgestellten Auto und findet es recht mitgenommen in über 20 Metern Höhe in der Krone eine Moorbirke wieder. Aber nun greift ein geheimnisvoller Geist, ein Dschinn, hilfreich ein.
Die zweite Geschichte „Goethe in Springe“ berichtete über Goethes imaginären Besuch im Deister im Jahre 1801 – oder war Goethe doch da? Wie auch immer, dieser Besuch könnte dazu geführt haben, dass Heinrich Göbel in Springe die Glühbirne erfand – oder auch nicht?


In „Besuch in der DDR“, natürlich noch zu Zeiten vor der Wiedervereinigung, schilderte Malz Verwicklungen, die durch eine außerordentliche Ähnlichkeit eines Reisenden mit dem deutschen Philosophen Karl Marx entstanden.

Nun übernahm Karlfried Rose das Lesepult.
Wenn Malz die Zuhörer in seine üppigen, fantasievollen Geschichten mitgenommen hatte, die so selbstverständlich von Begebenheiten erzählten, die sich so oder zumindest fast so zugetragen haben könnten, führte sie Rose noch behutsam an seine Sprache heran.

Er begann zunächst mit der ganz kurzen Geschichte „Die Suche“, nämlich die Suche nach dem Wort. Jeder Autor kannte und kennt das unvergleichliche Gefühl, das ihm ein leeres Blatt Papier oder eine jungfräuliche Word-Datei bereiten können. Es folgte „Der Arztbesuch“, eine humorvolle Betrachtung der vielseitigen Vorzüge, die ein Arztbesuch, vor allem der Besuch bei einem Facharzt für Allgemeinmedizin, haben kann. Schließlich beschloss Karlfried Rose seinen ersten Textblock vor der Pause mit der Satire „Abwärts voran“, einer bitterbösen Anleitung, wie man todsicher sein Restaurant zugrunde richten kann.

Nach der Pause bot Malz nun Miniaturen aus Spanien an. „Commandante Clemente Gonzales“, „Franco war nie in Teulada“, „Gitarren aus Massanassa“ und „Sonnenliegenverleiher“ zeigten verschieden Bilder des spanischen Lebens, wie sie sich möglicherweise einem interessierten Besucher des Landes offenbaren. Diese Geschichten wirkten verhaltener als die Texte aus dem ersten Teil, spiegelten aber auch hier die Kunstfertigkeit des Autors im Umgang mit der Sprache wieder.

Anschließend nahm Rose die Zuhörer mit in seine geheimnisvollen und spannenden Geschichten „Totenstille“ und „In der Falle“. Während es bei der ersten Geschichte um eine Zeitreise ins „dunkelste“ Mittelalter ging, taten sich „In der Falle“ Abgründe des ehelichen Zusammenlebens auf. Rose endete mit dem Gedicht „Ein Mensch, der würde gerne dichten“ und löste damit die Spannung im Raum in teilnehmendes Gelächter auf.

Der herzliche, langanhaltende Applaus am Ende der Lesung, aber auch die angeregten Gespräche hinterher im Gastraum des Dorf-Kultur-Erbes zwischen Autoren und Gästen zeigten deutlich, dass ein anregender und unterhaltsamer Abend zu Ende ging, den man gerne wiederholen möchte.

[Text und Fotos: Gabriele Rose] [Siehe auch: Neue Deister Zeitung vom Mittwoch, 11. Mai 2016, Seite: 9]

(Un)heimliche Geschichten in der Alten Kapelle in Empelde

Diesmal wurde es recht eng in der Stadtteilbibliothek Ronnenberg-Empelde bei der Lesung der Gruppe „Wortart - Springer Literaten & Co.“, die eigene Kurzgeschichten zu diesem Thema einem gespannt lauschenden Publikum vortrug. Mehr als 30 Zuhörerinnen und Zuhörer erlebten am Sonntagnachmittag ganz unterschiedliche Beiträge von Inge Hübner (Empelde), Harald Peter Malz (Springe) und Karlfried Rose (Bennigsen), was auch den Reiz dieser Veranstaltung ausmachte.

Die Geschichten von H. P. Malz leben von detailreichen, liebevoll entwickelten Fantasien, die das reale Geschehen mit einer scheinbar ebenso wirklichen Geisterwelt verbinden, und die er humorvoll und wie selbstverständlich vorträgt. In der Geschichte „Käfer im Baum“ erzählt er von seinem alten VW-Käfer, den er vor 30 Jahren in der Heide „entsorgt“ hatte und den er nun in 20 Metern Höhe in der Baumkrone einer Moorbirke wiederfindet.



Karlfried Rose geht eher drastisch zur Sache und erzählt, wie Menschen sich in Schuld verstricken, wie sie Leben auslöschen und mit dieser schweren Last weiterleben müssen. Mit seiner Geschichte „In der Falle“ zeigte er aber, dass man diesem Genre  seine humorvolle Seite abgewinnen und bei den Zuhörern neben einem Schauder auch ein amüsiertes Lachen hervorrufen kann.

Mit herzhaftem Applaus während und am Ende der Veranstaltung unterstrichen die Gäste der Lesung, dass ihnen diese Mischung aus Fantasie, Dramatik und Humor gefallen hatte. Die Gespräche in der Pause und am Ende dieses kurzweiligen Nachmittags spiegelten ebenfalls diese Zufriedenheit, und Zuhörer wiederholten immer wieder den Wunsch, diese Lesungen fortzusetzen.

[Karlfried Rose 07.03.2016]
[siehe auch: Heidi Rabenhorst: Hallo - Gehrden/Ronnenberg 12.03.2016 Seite 6; Calenberger Zeitung 06.04.2016 Seite 15]                     

Gern gehörter Robert Gernhardt

Harald Malz begeistert seine Zuhörer in der Bücherei mit einer Lesung aus Werken des bekannten Lyrikers

Bennigsen. Mucksmäuschenstill ist es in der Bücherei. In der Reihe „Literatur am Bahnhof“ ist der Lyriker Robert Gernhardt angesagt und 25 Zuhörer warten gespannt. Harald Malz will den „Versuch einer Annäherung an Leben und Werk des 2006 verstorbenen Dichters“ auf Einladung des Vereins zur Förderung des Andenkens an Rudolf von Bennigsen wagen.

"Als Dank eine Flasche Weißwein: Harald Malz (links) und Karlfried Rose." [H. Bähre DA 08.02.16 S. 3]

Aber erst einmal muss ihm selbst ein Licht aufgehen, die Technik am Rednerpult wird noch etwas korrigiert. Nonsensverse und Spaß an Sprüchen ziehen sich in den 60er und 70er Jahren durch Gernhardts Werk. Malz zitiert dafür aus dem ersten Gedichtband von 1976: „Der Mops hat seinen Zeugungstrieb / ganz schrecklich gern und furchtbar lieb.“ Es war die Zeit der sexuellen Revolution und die Studentenbewegung war über Deutschland gekommen. Anekdoten, Bildergeschichten, Märchen und retuschierte Fotos geben Eindruck davon, wie sehr die vermeintlich revolutionären Ansichten auch Gernhardts wirken geprägt haben. Immer wieder wird Malz an diesem Abend aus einzelnen Schaffensperioden des Dichters rezitieren. Vorm ersten Gedichtband hat Gernhardt als Redakteur für die Satirezeitschriften Pardon und Titanic gearbeitet. Damit ist er groß geworden.

Unter dem Stichwort „Gernhardt und ich“ beschreibt Malz seinen eigenen Zugang zum Dichter in den 70er und 80er Jahren im hannoverschen Künstlermilieu. Freche Sprüche, Bonmots, mit denen er sich lustig machte über muffige Bürgerlichkeit, warfen ein Blitzlicht auf sein Schaffen.

Es machte Malz einfach Spaß, Texte mit großer humoristischer Fallhöhe zu lesen. „Fünf Männer seh ich / inhaltsschwer / Wer sind die Fünf?“ Malz löst die Frage auf. Der Erste war der Tod, der Zweite die Pest, der Dritte das Leid und der Vierte der Hass. „Der Fünfte bringt stumm den Wein herein - das wird der Weinreinbringer sein“, beendet Malz das Gedicht schmunzelnd.                                                                                                                                                    

"Harald Malz (links) studiert das Etikett der von Karlfried Rose überreichten Weinflasche." [H. Bähre NDZ 08.02.16 S. 8]

Karlfried Rose vom Förderverein unterbricht Malz nach einiger Zeit mit den Worten „Ich bin für die Einhaltung der Pause zuständig“. Und in der lesungsfreien Zeit: Gernhardt allerorten: „Die lyrische Sammlung ist ein gutes Geschenk, merk Dir das“, gibt eine Zuhörerin ihrem Begleiter zu wissen. Später, in den 80ern wurde Gernhardt seriös, bis er eine Meisterschaft erreichte, die mit vielen Auszeichnungen und Preisen bedacht wurde: 1997 erhielt er den Literaturpreis, seine erste nationale Ehrung. Eine schwere Herzerkrankung mit langer Genesungsphase arbeitete er mit „Herz in Not – Tagebuch eines Eingriffs“ auf. Jahre später eine Krebserkrankung, er stirbt nach langer Krankheit im Jahr 2006.

Rose überreichte dem Vorleser zum Dank eine Flasche trockenen Weißwein – als
Weinreinbringer blieb er keineswegs stumm: „Er sollte nicht zu alt werden, aber der Wein eignet sich besonders zu Spargel“, gab er Malz mit auf den Weg.

[Text und Fotos: Heinz Bähre - Neue Deister-Zeitung 08.02.2016 Seite 8; s.a. Deister Anzeiger 08.02.2016 Seite 3: "Alles Satire: Harald Malz lässt Robert Gernhardt aufleben" - Zuhörer in der Bücherei sind von der Lesung begeistert]

Springer gründen Autorenkreis „WortArt“

Freitag Lesung über Robert Gernhardt in Bennigsen


Springe/Bennigsen. Ob Lyrik oder Prosa – es ist die Liebe zum geschriebenen Wort, die Harald Malz, Inge Hübner und Karlfried und Gabriele Rose verbindet. Deshalb haben die vier nun den Autorenkreis „WortArt – Springer Literaten und Co.“ gegründet, um nicht nur ihre Leidenschaft für die Literatur zu teilen und sich intensiv mit ihr zu beschäftigen, sondern auch Feedback zu ihren eigenen Werken zu bekommen.

Nur zuhause im eigenen Saft schmoren bringt nichts“, sagt Karlfried Rose und bringt damit auf den Punkt, warum sich die vier Literaturbegeisterten aus Springe und Bennigsen zu einem Team zusammengetan haben. Der Austausch sei wichtig, gerade weil man selbst nicht objektiv urteilen könne.

Zum Schreiben gekommen sind die vier alle auf unterschiedlichen Wegen. Wobei Gabriele Rose eine Sonderposition einnimmt, da sie nur rezitiert, aber nicht selbst kreiert. „Das liegt mir einfach nicht“, sagt sie. Dafür liegt es ihrem Mann umso mehr. Bevor es den Autorenkreis gab, war sie die einzige, die Rückmeldungen zu seinen Werken gab, jetzt hat er drei wohlwollende Kritiker.

Interessanter Weise haben alle WortArt-Mitglieder ihr Faible für Sprache erst im Erwachsenenalter entdeckt. „Ich habe in den 1970er-Jahren angefangen zu schreiben“, sagt Malz. Seine Arbeit als Theatermusiker habe ihn dazu inspiriert.

Einmal pro Monat kommt der Autorenkreis zusammen, um sich auszutauschen.

Auch andere Schaffende können sich der Gruppe anschließen. „Die Chemie muss passen“, sagt Malz. Interessierte können online über die Webseite www.wortart-springer-literaten. de Kontakt aufnehmen.

Harald Malz hält morgen im Rahmen der Reihe „Literatur im Bahnhof“ einen Vortrag über das Leben und Werk von Robert Gernhardt. Beginn ist um 19.30 Uhr im Bennigser Bahnhof. Der Eintritt ist frei.

Harald Malz

Der Springer fühlt sich in vielen Genres zuhause. Er schreibt Lyrik, Satire sowie magische Geschichten, die im Alltag verankert sind und dadurch ihren Charme und Humor erhalten. Zudem spielen viele seiner Geschichten in der näheren Umgebung. Malz schreibt aber nicht nur selbst, er hält auch Vorträge. Robert Gernhardt und Wilhelm Busch sind seine Spezialität.

Inge Hübner

Die einzige nicht in Springe lebende Autorin von „WortArt“ hat sich auf Glossen und kurze satirische Geschichten spezialisiert. In diesen Texten beherrscht sie es vortrefflich die Stärken und Schwächen anderer Menschen aufs Korn zu nehmen und mit Präzision zu beschreiben. Auch sie hält Vorträge. Unter anderem hat es ihr dabei Annette von Droste-Hülshoff angetan.

Gabriele Rose

Die Bennigserin nimmt in der Riege der Autoren eine Sonderrolle ein. Denn im Gegensatz zu allen anderen Mitgliedern verfasst sie selbst keine Texte. Rose konzentriert sich stattdessen voll und ganz auf die Rezitation. Ihre Liebe zur Lyrik entdeckte sie erst vor einigen Jahren. Seitdem bietet sie Vorträge zu unterschiedlichen Schriftstellern und Dichtern an.

Karlfried Rose

Der Bennigser schreibt bereits seit 1963 Gedichte. Seit 2005 konzentriert er sich jedoch schwerpunktmäßig auf Prosa. Dabei liegen ihm vor allem Glossen und märchenhafte oder Geheimnisvolle Erzählungen am Herzen. Ebenso wie seine Kollegen hält auch er regelmäßig Vorträge. Dabei hat er sich auf den Schriftsteller Wolfgang Borchert spezialisiert.

[Text und Fotos: Jennifer Schüller - Neue Deister-Zeitung 04.02.2016 Seite 9; Deister Anzeiger 04.02.2016 Seite 3; Leine-Nachrichten 04.02.2016 Seite 8]